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Google Wave - besser als E-Mail?

Sonntag, Dezember 6th, 2009

Ist Google Wave die neue Art des Postversands im Netz?

emailWas ist eine Wave? Laut Google ist eine “Wave so wie E-Mail, wenn diese heute neu erfunden würde”.

Der Unterschied besteht darin, dass bei E-Mails diese von einem Mail-Server zum anderen geschickt werden. Es gibt jeweils eine Kopie des Dokumentes sowohl für den Empfänger als auch für den Absender. Weitere Kopien entstehen bei Erstellung einer Antwort.

Eine Wave dagegen besteht aus einem einzigen “dynamischen” Dokument. Das heisst, alle Antworten, Ergänzungen usw. werden in dieses eine Dokument hineingeschrieben. Diese werden “Blips” genannt.

Mit einem Playback-Button kann der User die Antworten und Beiträge in der Reihenfolge, wie sie entstanden sind, immer wieder aufrufen. Dies entspricht in seiner Form der Handhabung eines Films.

Bei einer Wave gibt es im Gegensatz zu Absender und Empfänger von E-Mails nur Teilnehmer. Aus einer Liste mit Kontakten kann ausgewählt werden, an welche Teilnehmer sich die neue Wave richten soll. So wird ähnlich wie bei einem Wiki auch die gemeinsame Arbeit an einem Dokument möglich.

An einem grünen Punkt am Symbolbild des Nutzers ist zu erkennen, ob dieser gerade an einer Wave teilnimmt. Bei der Wave kann jeder Teilnehmer in Echtzeit verfolgen, was der andere schreibt. Folglich ist Google Wave auch fürs Chatten geeignet.

Selbstredend können mit Google Wave auch Fotos verschickt werden. Diese sind angezeigt als verkleinertes Abbild und können dann durch einen Mausklick im Web 2.0-Stil auf schwarzem Grund gesehen werden.

Möglichkeiten für die Orientierung bieten Verzeichnisse und Tags, die jeder Wave zugeordnet werden können. Angezeigt wird eine Wave im Übersichtsfenster in der Mitte des Browser-Fensters mit der Uhrzeit ihrer letzen Änderung.

Die User, die mit Wave während der Testphase gearbeitet haben, sind jedoch auf Grund der Vielfalt der Nutzungsmöglichkeiten von Wave irritiert und es zeigt sich, dass Google Wave bislang noch nicht im Online-Alltag integriert ist.

Eigentlich soll Google Wave selbst zum Zentrum der Kommunikation werden - dies ist aber noch nicht geglückt, denn es kommt nicht selten vor, dass man eine Wave an einen anderen Teilnehmer verschickt, ohne dass dieser das bemerkt. Denn es gibt keine Benachrichtigungsfunktion für eine Wave.

Google hat die Technik der Waves zum Teil als Open-Source-Code freigegeben. Somit können auch andere Anbieter einen Wave-Dienst einrichten. Denn wenn die Google Wave erst einmal überschwappt, werden wohl die Server nur eines Unternehmens nicht ausreichend sein, die Datenkommunikation mit Wave zu bewältigen.

Denn dies hat der Test mit ungefähr einer Millionen Nutzern gezeigt: Ab und zu erscheint die Fehlermeldung “unsynced waves” und diese will sagen, dass der Server mit der Aktualisierung der Waves nicht nachkommt.

banadoo-linktipp5www.wave.google.de

Webbrowser: Firefox überholt Internet Explorer

Mittwoch, Juli 8th, 2009

Zum ersten Mal benutzen mehr Surfer den Internetbrowser Firefox

copyright:mozilla firefox

copyright:mozilla firefox

Jahrelang ist der Internet Explorer von Microsoft der unangefochtene Platzhirsch unter den Browsern gewesen. Dies war kein Wunder, denn der Konzern lieferte sein Programm zum Surfen automatisch mit dem Betriebssystem Windows aus. Doch das Open-Source-Projekt Mozilla holte mit dem Firefox stetig auf – und nun hat es die Microsoft-Software vom Thron gestoßen.

40 Prozent aller Internetnutzer verwendeten den alternativen Browser, nur noch 38 Prozent dagegen die Versionen 7 und 8 des Internet Explorers. Das hat eine  Studie des Marktforschungsunternehmens Fittkau & Maaß ergeben, für die mehr als 121.000 Internet-User befragt wurden.

Chrome hat wenig Chancen

Nur wenn man auch alle alten Versionen berücksichtigt, liegt Microsoft noch an der Spitze der Browser-Anbieter. Die Version 6 des Internet Explorers aus dem Jahr 2001 hat noch einen Marktanteil von zwölf Prozent. Firefox in der aktuellen Version mit dem Vorgänger 2 hat zusammen 38,4 Prozent. Die erste Variante des Programms nutzen noch 0,5 Prozent der Surfer.

Alle weiteren Programme zum Internetsurfen erzielen zusammen sieben Prozent. Dazu gehören Apples Safari, Opera sowie Googles Chrome. Diesen Browser nutzen allerdings nur ein Prozent der Web-User.

Fittkau & Maaß geht davon aus, dass Mozilla seinen Vorsprung ausbauen wird und ab Ende 2009 endgültiger Marktführer sein wird. Der Grund dafür liegt darin, dass Microsoft sein neues Betriebssystem Windows 7 ab Herbst ohne Browser ausliefert. Dann sind die Nutzer gezwungen, sich für ein Programm zu entscheiden.

Neuer Firefox-Browser bald verfügbar

Derweil bringt die Mozilla Foundation in Kürze eine neue Version ihres kostenlosen Browsers heraus. Den Firefox 3.5. Er soll doppelt so schnell sein wie die aktuelle Variante. Der Browser steht ab sofort als sogenannter Release Candidate 1 zum Download bereit. Das ist eine Vorabversion zum Testen, die jeder ausprobieren kann und die der offiziellen Fassung entspricht. Neu ist unter anderem der „Private Modus“, mit dem man unbeobachtet surfen kann. Es öffnet sich dann ein neues Browser-Fenster, allerdings werden Passwörter, Cookies oder Chronik nicht gespeichert.

banadoo-linktipp5www.firefox-browser.de