Studie zeigt, dass die Deutschen in der digitalen Welt nicht sehr aktiv sind

Deutsche sind im WorldWideWeb nicht sehr aktiv
Die Initiative “D21″ hat deutschlandweit 1.014 Personen von TNS Infratest bezüglich Ihrer online-Aktivitäten befragen lassen.
Diese Studie hat ergeben, dass in Deutschland trotz einer Digitalisierung der Gesellschaft nur 26 Prozent der Bevölkerung die digitalen Medien als festen Bestandteil in ihrem täglichen Leben angeben.
In Deutschland kann man die Nutzer nach dieser Studie in sechs verschiedene Typen einteilen:
1. Die Gelegenheitsnutzer
Diese sind mit einem Anteil von 30 Prozent vertreten und im Schnitt 41,9 Jahre alt. Ihre Zeit am PC bzw. im Internet verbringen sie hauptsächlich für private Zwecke.
Der Gelegenheitsnutzer kann ein wenig über die digitale Welt mitreden, es fehlen ihm aber grundsätzliche Dinge im Bereich der Sicherheit am PC und im Internet und er bevorzugt doch eher die klassischen Medien.
2. Die digitalen Außenseiter
Diese werden von den durchschnittlich 62,4 Jahre alten Usern mit einem Anteil von 35 Prozent an der Gesamtbevölkerung gebildet und sind somit die älteste Gruppe.
Diese Gruppe ist der digitalen Welt gegenüber am negativsten eingestellt und besitzt auch kaum digitale Medien zu Hause. Selbst die einfachsten Begriffe wie E-Mail oder Homepage sind ihnen nicht geläufig und nur ein Viertel von ihnen besitzt überhaupt einen Computer oder Drucker.
3. Die Trendnutzer
Diese Gruppe macht 11 Prozent der Gesamtbevölkerung in Deutschland aus und bildet sich zu 78 Prozent aus Männern und zu 13 Prozent aus Schülern.
Mit einem Durchschnittsalter von 35,9 Jahren ist diese Gruppe auch recht jung. Trendnutzer haben die Vorteile der digitalen Welt für sich erkannt und sind auch gerätetechnisch bestens ausgestattet.
4. Die Berufsnutzer
Neun Prozent der Deutschen nutzen eine gute digitale Infrastruktur am Arbeitsplatz. Jedoch beschränkt sich die angebotene Vielfalt bei der Nutzung fast ausschliesslich auf nützliche Anwendungen wie Textverarbeitung oder E-Mail.
5. Die digitalen Profis
Zu diesem Typ gehören überwiegend die berufstätigen Männer mit einem Durchschnittsalter von 36,1 Jahren. Sowohl zu Hause als auch am Arbeitsplatz sind sie mit PC und Hard- und Software aller Art bestens ausgestattet und nutzen diese auch sehr kompetent mit professionellen Fähigkeiten.
6. Die digitale Avantgarde
In der digitalen Welt bilden diese 3 Prozent der deutschen Bevölkerung zwar die kleinste Gruppe, aber die Spitze. Denn in ihrer Ausstattung und in ihrem Umgang mit den digitalen Medien sind sie ganz weit vorn.
Sie verbringen bei einem Durchschnittsalter von 30,5 Jahren ca. elf Stunden täglich vor dem PC, mobil und zu Hause.
Somit ist nicht nur ihr beruflicher Alltag sondern auch ihre Freizeit sehr durch die digitalen Medien bestimmt. Im Vergleich zu den digitalen Profis jedoch hängen sie mit ihrem Wissensstand über die digitalen Medien diesen hinterher. Denn die digitale Avantgarde eignet sich ihr Wissen hauptsächlich durch “trial and error” an.
Anhand dieser Studie kann nun die Entwicklung der digitalen Gesellschaft in Deutschland gemessen werden. Und sie kann als Basis zur Bildung unterschiedlicher Maßnahmen in jeder einzelnen der genannten Gruppen dienen.
Laut Robert A. Wieland, Mitglied des D21-Gesamtvorstandes und Geschäftsführer der TNS Infratest GmbH steht mit dieser Studie ein Instrument zur Verfügung, mit dem sich Deutschland besser auf die Herausforderungen der digitalen Welt im 21. Jahrhundert vorbereiten kann.
www.digitale-gesellschaft.info