internetfähige Handys

 
 

Mobile Shopping: Entwicklungsland Deutschland

Sonntag, Juli 12th, 2009

Es ist nur noch eine Frage der Zeit - dann wird mobiles Shopping auch in Deutschland kommen

mobile_webEinkaufen und Bezahlen mit dem Handy, genannt M-Commerce, hat sich in Deutschland noch immer nicht durchgesetzt. Dabei gibt es bereits Möglichkeiten, z. B. mit dem Handy im Flugzeug einzuchecken, von unterwegs Bankgeschäfte zu erledigen oder Geschenkgutscheine zu kaufen. Aber die Kunden zieren sich noch, weil geeignete Plattformen fehlen.

M-Commerce steckt in Deutschland im Moment noch in den Kinderschuhen. Beispiele aus anderen Märkten wie Japan, Südostasien und zunehmend den USA zeigen aber, dass es funktionieren kann. Vielleicht könnte das iPhone die Entwicklung  voran bringen. Die Rechnung hierfür ist ganz einfach: Das iPhone ist beliebt, die Konkurrenz zieht nach und die Zahl der Smartphones, mit denen komfortables Surfen möglich ist, steigt an. Dadurch nutzen immer mehr Leute das Mobile Web und somit auch die Möglichkeiten zum mobilen Shopping

Nutzung bis jetzt minimal

Die Anzahl der Menschen, die in Deutschland über Handy oder Smartphone einkaufen, ist bis jetzt sehr übersichtlich. Und das, obwohl die Deutschen laut einer Umfrage des Hamburger Marktforschungsunternehmens Fittkau & Maaß im Herbst 2008 gut mit internetfähigen Handys ausgerüstet sind: Ungefähr die Hälfte der Internetnutzer verfügt über ein geeignetes Handy, knapp jeder Zehnte besitzt sogar ein Smartphone. Eigentlich ist rund ein Viertel der Deutschen offen für M-Commerce. Es sind ansprechende Angebote, die noch fehlen.

iPhone bringt Schwung in M-Commerce

Aus diesem Grunde treiben die Anbieter Plattformen für Mobiles Shopping verstärkt voran. Bekannte Adressen wie eBay oder Amazon sowie auch traditionelle Versandhäuser wie Neckermann oder Otto haben schon Kanäle für M-Commerce geschaffen. Dass alle sich darüber einig sind, dass mobiles Shoppen ein klarer Zukunftstrend ist, liegt vor allem am iPhone.

Denn neben vielem anderen bietet das Smartphone von Apple seinen Nutzern zwei große Vorteile: Erstens entstehen durch die Koppelung mit einer Flatrate keine  horrenden Kosten, zweitens ist das Surfen im Internet mit dem iPhone - und somit eben auch das mobile Einkaufen - funktionaler und bequemer als bei den meisten anderen mobilen Endgeräten. So ist es nicht verwunderlich, dass viele M-Shopping-Lösungen für das iPhone optimiert werden.

M-Commerce verstärkt im Reise-Sektor

Gerade im Reise-Bereich wird auch verstärkt mit mobilem Einkaufen gearbeitet. So ist zum Beispiel die Lufthansa in Sachen M-Commerce schon weit fortgeschritten. Das Mobile-Angebot der Airline wurde sowohl für das iPhone als auch für das Blackberry aufbereitet. Hier können Kunden nicht nur mobil Flüge buchen und mobil einchecken, sondern sich seit September 2008 sogar auch die Bordkarte auf ihr Smartphone schicken lassen. Auch die Deutsche Bahn stellt ihren Kunden mobile Buchungen via Internet-Handy zur Verfügung.  Bis zehn Minuten vor Abfahrt lässt sich so direkt ein Bahnticket buchen; das Display wird zur virtuellen Fahrkarte. Viele verschiedene Verkehrsverbünde ziehen mittlerweile nach.

Der Durchbruch des M-Commerce, also dem mobilen Shopping, wird wohl auch in Deutschland kommen; es ist nur noch eine Frage der Zeit.

Der Trend zum Onlineshopping hält weiter an

Mittwoch, Juni 10th, 2009

Downloadmarkt auch künftig mit hohem Wachstumspotenzial

2008 haben die Bundesbürger 13,5 Milliarden Euro für Konsumgüter im Netz augegeben, das sind 23 Prozent mehr als noch 2007. Besonders begehrt im Netz sind Bekleidung, Schuhe, DVDs, Bücher und Elektronikartikel, dazu gehören vor allem Computer - einschließlich Zubehör wie Drucker, externe Festplatte und Umrüstung aufmobiles Internet per WLAN-Modem -, Flachbildfernseher, digitale Spiele, Software, Digitalkamera und Handy.

Jeder dritte Deutsche hat sich für letzte Weihnachten seine Geschenke übers Internet besorgt, jeder zehnte verkaufte seine erhaltenen, ungeliebten Weihnachtsgeschenke übers Internet. Laut Forsa ist für mehr als 18 Millionen Bundesbürger das Web eine ideale und regelmäßig besuchte Shopping-Meile, Tendenz steigend.

Das Marktforschungsinstitut GfK stellt fest, dass die Bundesdeutschen im abgelaufenen Jahr etwa 220 Millionen Euro für insgesamt 49 Millionen legale Downloads ausgaben. Das ist gegenüber 2007 eine Steigerung um 27 Prozent. Jeder dritte Nutzer war über 40 Jahre alt, was bedeutet, dass Downloads kein reines Jugendphänomen mehr sind. “Der Downloadmarkt hat auch künftig ein hohes Wachstumspotenzial”, sagt BITKOM-Vizepräsident Achim Berg. Aus vielerlei Gründen, denn das Angebot wachse ständig, die Preise seien niedrig, es gebe mehr internetfähige Handys und Mobilcomputer und: UMTS mache Datenübertragungen inzwischen auch mobil in DSL-Geschwindigkeit möglich.

Quelle: Creditreform 02/2009, Autor Gerd Zimmermann