Am Computer spielen bis zur totalen Erschöpfung - Sucht oder nicht ?
Das Internet ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Und es ist ja größtenteils auch eine Bereicherung für unser Leben. Aber es ist halt immer Vorsicht geboten.
Denn gerade die jüngeren verbringen viel Zeit vorm Computer, und eben nicht nur um ihre Hausaufgaben zu machen, sondern auch, um sich mit ihresgleichen auszutauschen und um Spiele zu spielen.
Und hier ist es eben wichtig, sich selbst oder seine Kinder immer wieder zu beobachten, wie viel Zeit vor dem Rechner verbracht wird und ob Familie, Freunde, Arbeit und Schule nicht vernachlässigt werden. Denn schnell kann man auch dem Netz verfallen und es kann zur Sucht werden, online Informationen weiterzugeben oder bei online-Spielen mitzumachen.
Und eine solche Sucht unterscheidet sich in keinster Weise von anderen Suchtformen. Speziell China mit ca. 300 Millionen Internetnutzern hat das Problem erkannt und bietet bereits Einrichtungen zur Möglichkeit der Heilung von Internetsucht an.
Aber hier streiten sich die Experten, ob es wirklich eine Sucht ist, wenn man extrem das Spielen am PC betreibt. Es gibt noch zu wenig wissenschaftliche Studien hierüber.
Südkorea soll das Land mit der extremsten Spielerkultur sein. Etwa 2,4 % der Bevölkerung zwischen neun und 39 Jahren sollen dort an einer Form von Spiel- oder Computersucht leiden.
Erst vor kurzem ist dort laut einem BBC-Bericht ein Mann im Alter von 28 Jahren an Herzversagen gestorben. Dies soll wegen extremer Erschöpfung passiert sein. Der Mann hatte kaum bzw. fast gar nicht gegessen und geschlafen und ist nach einem 50-Stunden-Marathon-Spiel zusammengebrochen.
Professionelle Spieler können in Südkorea viel Geld mit Online-Spielen verdienen, so dass es nicht verwundert, wenn junge Menschen unendlich viele Stunden mit Videospielen verbringen, um ihre Fähigkeiten immer wieder zu verbessern, damit sie bei Online-Wettkämpfen auch entsprechend gewinnen können.
Seit Beginn der Seite Twitter im Jahr 2007 wurden 8 Milliarden sog. Tweets veröffentlicht. Und laut Facebook verbringt der Durchschnitts-User mehr als 55 Minuten täglich auf der Seite des sozialen Netzwerks.
Diese Zahlen sollten uns dazu bringen, unser Internetverhalten zu überprüfen und uns immer wieder zu beobachten, wie wichtig uns die sozialen Kontakte im Netz gegenüber den sozialen Kontakten im “realen” Leben sind.


